Am Ende der Oldtimer-Rallye-Saison 2012 werden in vielen Fällen die Mühen des Jahres noch einmal zusammenfassend belohnt: von lokalen Vereins- über regionale und Landesmeisterschaften bis zu Ehrungen auf Bundesebene.
Die folgende Kurzfassung einer umfangreichen Dokumentation (siehe Näheres dazu weiter unten!) beschreibt, wie ein Wettbewerbs-Auslober sein eigenes Regelwerk einseitig zu Lasten eines Bewerbers auslegt und außer Kraft setzt.
Am 30. Oktober 2012 werde ich im Internet-Auftritt des ADAC Westfalen e.V. unter der Überschrift „ADAC Westfalen-Meisterschaft 2012“ in der Disziplin „Automobil-Oldtimersport, Fahrer“ – Endstand: 30.102012 entsprechend den Regularien, die der Meisterschaft zugrunde liegen, als Westfalen-Meister ausgewiesen.
Ab dem Tag der Veröffentlichung des „Endergebnisses“ läuft eine zehntägige Einspruchsfrist.
Mit Datum vom 08.11.2012 erhalte ich eine Einladung zur „Sportlerehrung 2012“ des ADAC Westfalen e.V. für den 02. Dezember 2012. Nach Zusage meiner Teilnahme geht bei mir mit Datum vom 21.11. am 22.11.2012 ein Schreiben des ADAC Westfalen e.V. ein. Darin wird mir mitgeteilt, dass aufgrund einer erforderlich gewordenen Korrektur im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Veranstaltung des KRC Kierspe (die am 23. Juni 2012 stattgefunden hat!) das Endergebnis habe korrigiert werden müssen. Dadurch ergebe sich auch für mich eine geänderte Platzierung. Im Klartext: ich werde jetzt im korrigierten Ergebnis auf Rang 2 der Meisterschaft ausgewiesen.

Da weder in diesem noch in einem späteren Schreiben die fristgerechte Vorlage eines Einspruchs seitens eines Teilnehmers erwähnt wird, lege ich meinerseits gegen die mit dem Schreiben des ADAC Westfalen e.V. faktisch erfolgte Aberkennung des Meistertitels mit Schreiben vom 24.11.2012 Einspruch ein. Diesen erneuere ich noch einmal mit einem weiteren Schreiben vom 29.11.2012. Beide Briefe sind an den Vorsitzenden des ADAC Westfalen e.V. gerichtet.

Nach der Sportlerehrung, die am 02. Dezember 2012 – meine Beteiligung habe ich natürlich abgesagt! – stattfand, wird mein Einspruch mit einem Schreiben des zuständigen Sportsekretärs erwidert. Darin wird zweifelsfrei von „einer unvollständigen Auswertung der Veranstaltung des Kiersper RC und einer daraus resultierenden Falschveröffentlichung des Jahresergebnisses“ (der Oldtimer-Meisterschaft) gesprochen. Gleichzeitig wird festgestellt, dass Bearbeitungsfehler in der Administration des ADAC Westfalen e.V. völlig losgelöst von der den Wettbewerbsteilnehmern in den Regularien eingeräumten zehntägigen Einspruchsfrist zu sehen sind!

Fazit:  Dass mein Mitbewerber um den Titel des Westfalen-Meisters im Oldtimer-Sport rechnerisch eine um 1,3 Punkte bessere Leistung erbracht hat, steht außerhalb jeder Diskussion.
Entscheidend ist vielmehr, wie eine Vereinsadministration glaubt, die nachträgliche, deutlich außerhalb der Einspruchsfrist vorgenommene Änderung des ursprünglichen „Endergebnisses“ legitimieren und für rechtens deklarieren zu können. Damit wurde ein entscheidender Teil des vom Wettbewerb-Auslober selbst vorgegebenen Regelwerks außer Kraft gesetzt und einseitig zu Lasten eines Teilnehmers/Bewerbers ausgelegt.

Da der Vorgang in seiner Art nach meinen mehr als 20-jährigen Erfahrungen im Oldtimer-Sport wenn vielleicht auch nicht – wie ich inzwischen vermittelt bekommen habe – so einzigartig ist, wie ich zunächst angenommen habe, gleichwohl ein „Lehrstück“ dafür ist, wie ein Wettbewerbsteilnehmer der willkürlichen Interpretation eines vom Veranstalter selbst formulierten Regelwerks unterliegt und zum Spielball nicht kalkulierbarer Entscheidungen werden kann, habe ich mich entschlossen, den Sachverhalt  zeitlich und sachlich vollständig zu dokumentieren. So ist die Möglichkeit individueller Urteils-  und Meinungsbildung im Kreis unserer Leserschaft gegeben.

Die genauen zeitlichen Abläufe sowie die gesamte Korrespondenz einschließlich einer persönlichen Wertung finden Sie umfassend in meiner Dokumentation unter „Veranstaltungsbewertungen -> Andere -> ADAC Westfalen-Meisterschaft 2012 – Oldtimersport“  wiedergegeben.

-Dr. Rolf Tiggemann

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