ADAC Linnenbauer Oldtimerfahrt Herford

25. ADAC Linnenbauer Oldtimerfahrt 05.06.2010 (CRP/OCWL)

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Touristik“

Kartenmaterial und Orientierungaufgaben gut bis sehr gut. Die GLP´s in Ordnung. Insgesamt ein überdurchschnittlicher, aber angemessener Schwierigkeitsgrad auch in der Touristik.

Veranstaltung sehr empfehlenswert.

25. ADAC Linnenbauer Oldtimerfahrt 04.06.2011

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Tourensport“

Der verantwortliche Fahrtleiter des Veranstalters (Herforder Motorsport Club) ist selbst „Profi“, fährt bei regionalen und überregionalen Wertungsläufen zu Wettbewerben aktiv mit. Die Erfahrung spiegelt sich in Konzeption und Art der Aufgabenstellungen wider – und war in der Vergangenheit nicht immer unstrittig.
Durchgängig gut bis sehr gut aufbereitetes farbiges Kartenmaterial (1:50.000), teilweise mit vergrößerten Detailausschnitten und gut lesbaren Einträgen der Aufgaben. Gesamtniveau der Anforderungen klar überdurchschnittlich. Detailaufgaben mit deutlich höherem Schwierigkeitsgrad hinsichtlich des Auffindens der Idealstrecke. Der Schwierigkeitsgrad in der Orientierung findet seine Entsprechung im Ergebnis der Strafpunkte.  Die Gleichmäßigkeitsprüfungen sind gut zu fahren, darunter auch Kurzstrecken mit Sollzeiten etwa im 10 Sekunden-Bereich. „Schmankerl“ am Rande: das Ende der Kurzstrecke bei der ersten GLP am Start ist nicht einsehbar.

Fazit: Sehr anspruchsvolle, nicht immer einfache aber insgesamt durchweg faire Aufgabenstellung. Veranstalter nimmt in Zweifelsfällen Kritik positiv auf. Nicht unbedingt für Einsteiger, aber ansonsten zu empfehlen.

– Dieses Fazit lässt sich für den Bereich „Touristik“ übernehmen.

27. ADAC Linnenbauer Oldtimerfahrt – 16. Juni 2012

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Tourensport“

Die Veranstaltung hat Tradition – und sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt qualitativ weiter entwickelt. Sie zählt als Wertungslauf zum „ADAC Oldtimer-Cup Westfalen-Lippe 2012“, für das „Touristikabzeichen des ADAC Ostwestfalen-Lippe“ und im tourensportlichen Bereich für das „ADAC Sportabzeichen“. Als Fahrtleiter zeichneten verantwortlich Dieter Bäuerle und Thomas Zühr, beide erfahrene und erfolgreiche Oldtimer-Rallye-Teilnehmer.

Die Ausschreibung gibt – wie bei den meisten Veranstaltern – inhaltlich nicht viel her, damit sich potentielle Teilnehmer ein gutes Bild über das, was sie erwartet, machen könnten. Hier kann man nur auf seine eigenen Erfahrungen, gewonnen aus früheren Teilnahmen, zählen. Im Tourensport erfährt man, dass es sich um eine „Oldtimerfahrt und Gleichmäßigkeitsrallye über ca. 170 km in zwei Etappen und mehreren Fahrtabschnitten“ handelt. Sie umfasst
„Zuverlässigkeits-/Orientierungsetappen (Streckenskizze mit eingedruckter, teilweise durchgehender Streckenführung, Chinesenzeichen, Pfeilskizze usw. sowie Gleichmäßigkeitsprüfungen (Schnitt > 36 km/h).

Auch bei den Touristen geht es um eine „Oldtimerfahrt und Gleichmäßigkeitsrallye über ca. 140 km, aufgeteilt in zwei Etappen und mehreren Fahrtabschnitten.“ Was eine „Aufgabenstellung ohne besondere Anforderung“ ist, erschließt sich auch über einen Klammerzusatz „(Streckenskizze mit eingedruckter, durchgehender Streckenführung, Chinesenzeichen)“ nur bedingt; Gleichmäßigkeitsprüfungen werden auch hier angekündigt; der Schnitt ist mit max. 30 km/h angegeben.

Start und Trailerparkplatz sind vorbildlich in Stadtplanausschnitten in der Nennbestätigung dargestellt. Hier findet man auch eine 1000 Meter lange Referenzstrecke zum Abgleich von Wegstreckenzählern dargestellt – ein guter Service.
Wertungsmodalitäten gehören regelmässig in die Ausschreibung – als Teilnehmer will ich vorher wissen, wie gewertet wird – und nicht in die erst mit den Teilnehmerunterlagen am Veranstaltungstag ausgehändigten Durchführungsbestimmungen. Hier werden, wie allgemein üblich, Details der Aufgabenstellungen konkretisiert [z.B. fahren nach Einbahnstraßensystem, kürzeste Verbindung zwischen den Aufgaben/Aufgabenteilen, der Schnitt wird hier mit 30 – 40 km/h angegeben, stumme Orientierungskontrollen (sog. „Baumaffen“), Stempel- und Zeitkontrollen, alle Beschilderungen sind gut erläutert]. Durch Fettdruck in den Durchführungsbestimmungen gesondert hervorgehoben die Aufgabe: „An beliebigen Punkten der Strecke können Sie an ein grünes Schild mit Startflagge kommen, hier befindet sich eine Lichtschranke; die nächsten 90 Meter bis zur Ziellichtschranke legen Sie in 15 Sek. zurück. Wertung wie GLP.“

Die Aushändigung des Bordbuches erfolgt 15 Minuten vor dem Start, so verbleibt Zeit, sich auf die ersten Fahrtabschnitte vorzubereiten. Die erste Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP), bekannt aus den früheren Jahren, sofort am Start: ca. 50 Meter in 12 Sekunden Sollzeit. Das gleiche noch einmal nach der Mittagspause, hier allerdings mit 90 Grad Richtungswechsel auf der Kurzstrecke.

Bis zur ersten Zeitkontrolle (ZK) ein großer Teil der Navigation durch Stadtgebiet mittels Chinesenzeichen; analog die letzten rd. 3 Km am Nachmittag bis zum Ziel. Die Darstellung der Fahrtaufgaben durchgängig in der Topographischen Karte (TK) 1 : 50.000 in sehr guter Farbreproduktion und grundsätzlich zweifelsfrei. Je nach Darstellungsdichte der topographischen Gegebenheiten ist das Arbeiten mit der Lupe unerläßlich!

Die GLP´s 2 und 3 – dazwischen liegt eine längere Orientierungsaufgabe – sind identisch (die Sollzeit ist beim zweiten Durchgang 4 Sekunden kürzer) und führt über ca. 2,5 Km auf befestigten Wegen mit mehreren 90 Grad Richtungswechseln durch die Feldflur (Fahrrad- und Reiterverkehr!). Für etwas schwächer motoriserte Fahrzeuge sind die Zeiten doch grenzwertig und nur unter extremer Belastung erreichbar.
Zwei bemerkenswerte Besonderheiten in den beiden Fahrtabschnitten: in die mit Pfeilen/Strichen eingezeichnete Strecke ist eine schwarze Linie eingezeichnet, der man sich so dicht zu nähern hat, dass der Abstand zwischen der Fahrtstrecke und dieser Linie so klein wie möglich bleibt; dabei darf die Linie weder berührt noch überschritten werden.
Eine weitere Aufgabe erforderte das Anfahren von in der Karte eingetragenen Punkten auf dem zweitkürzesten Weg!
Erst kurz vor dem Ziel findet sich, etwas verstreckt in einem Gewerbegebiet (die richtige Zufahrt ist in der TK 50 nur schwer auszumachen), die angekündigte grüne Startflagge, die den Beginn einer zweiten GLP-Kurzstrecke markiert.

Am Ende kommen 14 von 16 gestarteten Teams in der Gruppe „Tourensport“ in die Wertung. Die qualitativen Anforderungen in der Orientierung spiegeln sich in den erreichten Strafpunkten wider: kein Team bleibt strafpunktfrei.

Fazit: Eine Veranstaltung mit zum Teil überdurchschnittlichen Anforderungen in den Aufgabenstellungen, sachlich und fair aufbereitet und sauber in der kartographischen Darstellung. Die Sollzeitvorgaben zwischen den ZK`s vernünftig dimensioniert, auch für schwächer motorisierte Fahrzeuge leistbar, vorausgesetzt, man bleibt im Wesentlichen auf der Idealstracke; ansonsten konnte es eng werden. Die Streckenführung folgte weitgehend asphaltierten Wirtschaftswegen und Nebenstraßen, gelegentlich Verbindungsabschnitte auf Land- bzw. Kreisstraßen. Besetzte und stumme Orientierungskontrollen waren in der Örtlichkeit gut erkennbar. Die organisatorischen Rahmenbedingungen waren vollauf befriedigend.
Die Veranstaltung ist sehr empfehlenswert; sie bietet auch für tourensportlich noch nicht so erfahrene Teilnehmer ein gutes Lernpotential.

Und hier die Ergebnisse.

Wertungsgruppe „Tourensport“, Gesamt (Klasse) – 16 gestartete Teilnehmer, 14 in Wertung

1. (1.) Hartmann, Christian/Bahlsen, Moritz (Burgdorf), Mercedes Benz 300 SEL
2. (1.) Bastert, Anneke (Burgdorf)/Graber, Claudia (Altdorf), VW Käfer
3. (2.) Svensson, Uwe und Iris (Attendorn), Porsche 911 SC

Weitere Klassensieger

Klasse 7: Dr. Rolf Tiggemann/Max Kirschbaum (Bochum), Mercedes Benz 170 S-D
Klasse 10: Knierim, Philipp/Remmert/Katrin (Bielefeld), Porsche 911

Alle Ergebnisse unter www.hmsc1923.de

Autor dieser Berichte: Dr. Rolf Tiggemann

Advertisements

2 Gedanken zu “ADAC Linnenbauer Oldtimerfahrt Herford”

  1. M&M Korff sagte:

    der Herforder MotorSport Club, HMSC,
    bietet dieses Jahr erstmals neben der beschriebenen anspruchsvollen Linnenbauer Oldtimerfahrt,
    parallel am gleichen Termin das 1. Herforder Oldtimerwandern an…

    eine Ausfahrt über 75 km für Einsteiger in den historischen Automobilsport…
    eine „betreute“ Sollzeitprüfung am Start, Beschilderung unübersichtlicher Abzweige,
    Bildersuche zur Schärfung der Beobachtungsgabe sowie kleine Aufgaben, aber keine Scherzfragen oder ErbsenimGlasZählerei…

  2. M&M Korff sagte:

    Zitat aus der Ausschreibung zum 1. Herforder Oldtimerwandern :
    „Teilnehmen kann jeder, der ein entsprechendes Fahrzeug vor Baujahr 1993 hat.
    Technische Geräte und Karten sind nicht erforderlich.
    Die Fahrtstrecke ist für jeden ohne Schwierigkeiten ersichtlich.
    Die Einhaltung der geforderten Strecke wird durch Orientierungskontrollen
    überwacht.
    Im Verlauf der Etappe sind verschiedene kleine Aufgaben zu erfüllen.
    Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei ca. 20-25 km/h.
    Eine Zeitvorgabe erfolgt nur aus organisatorischen Gründen,
    eine Wertung der Gesamtfahrzeit erfolgt nicht.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s