ADAC Oldtimer Rallye „Rund um Oelde“

„Rund um Oelde“ 29.05.2010 (CRP/OCWL)

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Touristik“

Saubere Orientierung. Gutes schwarz-weiss-Kartenmaterial mit eingedruckten Aufgaben (Strecken). Chinesenzeichen am Beginn und am Ende. Die GLP`s in Ordnung, für schwächer motorisierte Fahrzeuge hart an der Grenze.
Veranstaltung empfehlenswert.

„Rund um Oelde“ 28.05.2011

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Tourensport“

Die Anforderungen an die Navigation in der Kategorie „Tourensport“ sind als überdurchschnittlich zu werten. Das Kartenmaterial ist sehr ordentlich aufbereitet, von einigen Kleinigkeiten (die allerdings oft entscheidend sein können!) gut bis sehr gut in der Darstellung der Aufgabenstellungen. Die Zeiten zwischen den Kontrollstellen  nicht  allzu üppig bemessen, aber auch mit etwas schwächer motorisierten Fahrzeugen zu schaffen, ohne das Auto zu überfordern. Voraussetzung dabei immer: keine zu langen Streckenabweichungen von der Idealstrecke!

Die fünf Gleichmäßigkeitsprüfungen (GLP) ohne besondere Schwierigkeiten.
Die äußeren Rahmenbedingungen auf dem Gelände der Pott-Brauerei am Rande der Stadt und in unmittelbarer Autobahnnähe gelegen tragen mit zur Attraktivität dieser Veranstaltung bei.

Fazit: Recht gute Veranstaltung, empfehlenswert.

– In der Kategorie „Touristik“ gab es einige kontroverse Diskussionen bezüglich der Auswertung und einem Strafpunkterlass für angeblich „neue Teams“, aber ansonsten ist dieses Fazit für die Kategorie zu übernehmen.

9. Oldtimer-Rallye „Rund um Oelde“ – 02. Juni 2012

Teilnahme an der im Folgenden beschriebenen Veranstaltung in der Kategorie „Tourensport“

Die Veranstaltung ist auch in diesem Jahr wieder Wertungslauf für den „ADAC Classic Revival Pokal“ für Automobile, den ADAC „Oldtimer-Cup Westfalen-Lippe“ sowie für das „ADAC Sportabzeichen“. Im Faltblatt wirbt der Veranstalter: „Das bewährte Konzept der Veranstaltung ist für Profis und Anfänger gleichermaßen geeignet.“ Dem entspricht die Aufgabenbeschreibung in der Ausschreibung (und identisch im Faltblatt) leider nur bedingt, d.h., insbesondere Anfänger können mit den wenigen Informationen kaum etwas anfangen.

Für die „Tourensportliche Oldtimer-Rallye“ wird eine Streckenlänge von 170 km angekündigt, aufgeteilt in zwei Etappen, mehrere Fahrtabschnitte und Orientierungsetappen. Darstellung im Text: „Streckenskizze mit eingedruckter Streckenführung, Pfeilskizze, Chinesenzeichen“.Des Weiteren: Sollzeitprüfungen ohne Nennung der Zahl der Prüfungen. Durchschnittsgeschwindigkeit: max. 36 km/h.

Die entscheidenden Informationen stehen – wie weitgehend üblich – in den so genannten Durchführungsbestimmungen, die bei der Dokumentenabnahme ausgehändigt werden. Entlang der Idealstrecke Zeit- und Durchfahrtskontrollen (ZK, DK) mit Handeintrag in die Bordkarte. Daneben Ortskontrollen (OK) als „Baumaffen“ und Ortseingangsschilder (einzutragen der erste Großbuchstabe des eigentlichen Ortsnamens. Frage: was heißt hier „eigentlich“? Klärung folgt erst zweifelsfrei in der Fahrerbesprechung.)
Die Anweisungen zum Auffinden der Idealstrecke sind zweifelsfrei formuliert. Gleiches gilt für die Sollzeitprüfungen (drei Starts mit Funkuhr, einer mit Lichtschranke).

Teilnehmerzahl: 38 in der Wertungsgruppe „Touristik“, 5 Starter in den Baualtersklassen bis 1960 zusammengelegt. 19 Teilnehmer in der Wertungsgruppe „Tourensport“, drei Baualtersklassen  bis 1970 zu einer Klasse mit 6 Startern zusammengelegt!

Ausgabe des Bordbuchs 15 Minuten vor der individuellen (Vor-)Startzeit, die frühzeitig aushängt. So kann ein erster Teil der Strecke aufgearbeitet werden: Bis zum endgültigen Start im Stadtzentrum Oelde bleiben weitere Minuten, sich mit dem Bordbuch zu befassen.

Das Kartenmaterial: saubere schwarz-weiss-Kopien der Topographischen Karte 1 : 25.000 mit zum Teil schwachem, allerdings noch vertretbarem Kontrast; in „rot“ eingedruckte Striche markieren auf jeder Seite im Kartenausschnitt die jeweils neue Aufgabenstellung. Streckenlänge für den einzelnen Abschnitt, Durchschnittsgeschwindigkeit (fast vollständig über den Tag 36 km/h) und Soll-Fahrzeit auf jeder Seite aufgeführt. Das heißt: ein gut aufbereitetes und sauber strukturiertes Bordbuch.

Die (dritte) ZK am Stadtrand auf dem Gelände der Firma WBV ist gleichzeitig der Start zur ersten GLP, ein Rundkurs um eine groß dimensionierte Firmenhalle, der in drei gezeiteten Runden durchgehend mit 74, 67 und wieder 74 Sekunden zu absolvieren ist. Gut zu fahren, auch für schwächer motorisierte Fahrzeuge machbar, wobei die Zeiten nicht allzu üppig bemessen sind.

Eine weitere Sollzeitprüfung in der Feldflur auf fast gerader, 2000 Meter langer Strecke in 200 Sekunden (Schnitt 36 km/h) vor der Pause am Nachmittag in einem Autohaus in Ahlen. Ein Teilnehmer weist in der Pausendiskussion auf eine Aufgabe hin, die ohne Verstoß gegen das vom Veranstalter vorgegebene Reglement nicht zu fahren sei. Die Aufgabe wird später aus der Wertung herausgenommen.

Aufgabe 14: eine vereinfachte, maßstabslose Vergrößerung aus der Topographischen Karte, Ausschnitt aus einem Gewerbegebiet in Olfetal mit nachträglich eingedruckten Straßennamen.

Zu dieser Aufgabe gibt’s nach Ende der Veranstaltung eine höchst kontroverse und widersprüchliche Diskussion unter Experten um den richtigen Weg. Offensichtlich um zu erwartenden Protesten aus dem Weg zu gehen, wird die Aufgabe am Ende aus der Wertung genommen – zum Nachteil derer, die (anscheinend) korrekt gefahren sind. Im gleichen Gewerbegebiet eine Sollzeitprüfung (Start-Ziel mit Lichtschranke) über 1400 Meter, die mit einem Schnitt von 36 km/h in 140 Sekunden zu bewältigen ist. Und schließlich bei gleichem Schnitt am Stadtrand von Ennigerloh auf Kreisstraße und in der Feldflur die letzte Sollzeitprüfung über 7220 Meter, für die eine Zeit von 722 Sekunden vorgegeben ist. Gegen 17.30 Uhr erreicht das erste Fahrzeug das Ziel.

Fazit: äußere Rahmenbedingungen sehr gut, Organisation gut. Qualitativ-inhaltlich lag die Aufgabenstellung auf der ersten Etappe (bis zur Kaffeepause) im Schwierigkeitsgrad deutlich über dem Durchschnitt. Demgegenüber war auf der zweiten Etappe eine auffällige Reduzierung der Anforderungen festzustellen (ausgenommen die interpretationsfähige, bereits beschriebene und annullierte Aufgabe 14), für die es aus Teilnehmersicht keine nachvollziehbare Erklärung oder Begründung gab. Entsprechend den hohen Anforderungen an die Orientierungsaufgaben waren die Zeitbudgets zwischen den ZK´s zwar angemessen, sie einzuhalten setzte allerdings ein überwiegend fehlerfreies Fahren auf der Idealstrecke vorausInsgesamt eine anspruchsvolle, aber durchweg gut zu bewältigende Veranstaltung, sieht man von den beiden in der Auslegung sehr strittigen Aufgaben ab. Gutes Lernpotential für Einsteiger in den Tourensport. Insgesamt empfehlenswert.

Und hier die Ergebnisse.

Wertungsgruppe „Tourensport“, Gesamt, 19 gestartete Teilnehmer, (Klasse)

1. (1.)  Heinz, Klaus-Dieter (Schwerte/Vidal, Christian (Hescheid), Porsche 911 SC
2. (2.)  Korff, Magnus und Korff, Magnus (Herford), VW Käfer 1300
3. (1.)  Hattenhorst, Hartmut (Bad Salzuflen)/Kopp, Andreas (Detmold), Austin
4. (1.)  Healey 3000 MK III

Wertungsgruppe „Touristik“, Gesamt, 38 gestartete Teilnehmer, (Klasse)

1. (1.) Kuhrmeyer, Kerstin und Gerd (Apelern), Opel Kadett B Coupe LS
2. (1.) Küper, Dunja (Witten)/Bäuerle, Dieter (Herford),  BMW 2000 CS
3. (2.) Schumacher, Christina und Oliver (Hiddenhausen), Opel Kadett C Coupe

Autor dieser Berichte: Dr. Rolf Tiggemann

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