Int. Westfalen-Lippe-Fahrt ´Klassik`

Westfalen-Lippe-Fahrt „Klassik“, 24.04.2010 – (CRP/OCWL/FHT)

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Touristik“

Sehr gutes Kartenmaterial (1:25.000/1:50.000), farbig, als Grundlage für ausgezeichnete Orientierungsaufgaben.

Gute Gleichmässigkeitsprüfungen (im Folgen: GLP). Angemessene Abschnittsfahrzeiten zwischen den Zeitkontrollen (im Folgenden: ZK). Vernünftige Schnittvorgaben.

Veranstaltung sehr empfehlenswert.

71. Int. Westfalen-Lippe-Fahrt ´Klassik`, 16. April 2011

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Tourensport“

Der ADAC Ostwestfalen-Lippe bringt als Ausrichter wieder ohne Probleme 130 Teams an den Start, der auf dem Gelände der Herforder Brauerei in Hiddenhausen erfolgt. Rahmenbedingungen ausgezeichnet (Wetter, Organisation gut bis sehr gut, sieht man von der deutlich verspäteten Siegerehrung am Abend ab. Allein 14 Ortsclubs aus der Region unterstützen den Veranstalter.).

Charakter der Veranstaltung gemäß Ausschreibung (Gruppe 2): Tourensportliche Oldtimerfahrt und Gleichmäßigkeitsrallye über ca. 195 Km, aufgeteilt in zwei Etappen und mehrere Fahrtabschnitte, Zuverlässigkeits-/Orientierungsetappen und Gleichmäßigkeitsprüfungen (Schnitt > 36 km/h).

Das Bordbuch gibt’s 30 Minuten vor dem Start – man kennt das ausgezeichnete Kartenmaterial mit den in der Regel sehr gut lesbaren und fast immer zweifelsfreien Einträgen der Fahrtaufgaben.
Gleich zu Beginn die erste Zeitprüfung: 50 Meter Strecke, Sollzeit 10 Sekunden, Schlauchprüfung.
Streckenführung ist gut angelegt, verläuft meist über gut ausgebaute kleine Straßen und Wirtschaftswege zwischen den Siedlungen im Kreisgebiet Herford; gelegentlich einige kurze Abschnitte auf Bundes-, Kreis- oder Landstraßen. Erhöhte Aufmerksamkeit über den Tag hinweg wegen Ausflugverkehr (Spaziergänger, Radfahrer, Reiter).
Im ersten Teil des Vormittags: geforderter Schnitt 32, gesamter übriger Tag 36 km/h. Die Zeiten für die Orientierungsetappen sind so bemessen, dass auch schwächer motorisierte Fahrzeuge nicht in Bedrängnis kommen, einhalten der Idealstrecke vorausgesetzt. Rasen ist unnötig! Gleichmäßigkeitsprüfungen in der Feldflur mit mehreren Lichtschranken: interessante Aufgabenstellung. Ausreichende Mittagspause vor einer weniger spektakulären Nachmittagsetappe. Die Kaffeepause ist wohl einem Sponsor geschuldet, ansonsten entbehrlich. Letzte GLP wieder als Schlauchprüfung vor viel Publikum.
Strittig im Rahmen der Auswertung ist eine Orientierungskontrolle, bei der sich auch Spitzenteams 10 Strafpunkte einhandeln. Trotz kontroverser Diskussion erfolgt keine Korrektur durch den Veranstalter.

Fazit: Traditionell sehr gute Veranstaltung, ausgezeichnetes Kartenmaterial, faire Aufgabenstellungen, gut handhabbare Zeitbudgets. Sehr empfehlenswert.

-Das Fazit gilt für alle Kategorien

Autor dieser Berichte: Dr. Rolf Tiggemann

72. Westfalen-Lippe-Fahrt „Klassik“, 21.04.2012 – (CRP/OCWL/FHT)

Mit der „72. Int. Westfalen-Lippe-Fahrt ´Klassik`“ eröffnete der ADAC Ostwestfalen-Lippe in seinem Regionalbereich am 21. April die diesjährige Oldtimer-Rallye-Saison. Die Bedeutung und Attraktivität dieser Traditionsveranstaltung ist an zwei wichtigen Faktoren festzumachen: zum Einen zählt sie für nicht weniger als acht Wettbewerbe als Wertungslauf, zum Anderen gingen 105 Teams in 10 Baualtersklassen an den Start. Die Rahmenbedingungen waren in dem vom Veranstalter zu verantwortenden Bereich, d.h. in der Organisation im weitesten Sinn sehr gut. War auch das Wetter für die Jahreszeit völlig normal, der ständige Wechsel zwischen kurzen trockenen und kräftigen Regenperioden erwies sich für die Teilnehmer als durchaus erschwerend. Dies galt auch für die zum Teil durch die laufende Frühjahrsbearbeitung der Äcker verursachte Verschmutzung der Wirtschaftswege, die immer wieder erhöhte Aufmerksamkeit der Fahrer erforderte.

Nach der Ausschreibung ist die Veranstaltung in drei Wertungsgruppen gegliedert:

Gruppe 1 ist die „Sportliche Oldtimerfahrt und Gleichmäßigkeitsrallye“, Streckenlänge 208 km, gegliedert in zwei Etappen und mehrere Abschnitte, Orientierungsetappen (Streckenskizze mit eingedruckter Streckenführung, Chinesenzeichen) und Gleichmäßigkeitsprüfungen mit einem Schnitt von >36 km/h.

Gruppe 2 ist die „Tourensportliche Oldtimerfahrt und Gleichmäßigkeitsrallye“ über ca. 195 km, aufgeteilt in zwei Etappen und mehrere Fahrtabschnitte. Zuverlässigkeits-/Orientierungsetappen (Streckenskizze mit eingedruckter, überwiegend durchgehender Streckenführung, Chinesenzeichen) und Gleichmäßigkeitsprüfungen, Schnitt ebenfalls >36 km/h.

Gruppe 3 schließlich ist die „Touristische Oldtimerfahrt“ über ca. 190 km, ebenfalls zwei Etappen und mehrere Fahrtabschnitte. Nach der Ausschreibung ist die Aufgabenstellung ohne besondere Anforderungen, Streckenskizze mit eingedruckter und durchgehender Streckenführung ausschließlich im Maßstab 1 : 25000 sowie Chinesenzeichen und Gleichmäßigkeitsprüfungen mit einem Schnitt von max. 30 km/h.

Das Bordbuch gibt’s 30 Minuten vor dem Start – man kennt das ausgezeichnete und farbig reproduzierte Kartenmaterial mit den in der Regel sehr gut lesbaren und fast immer zweifelsfreien Eintragungen der Fahrtaufgaben. Gleich zu Beginn auf dem Betriebsgelände des Autohauses Schröder in Bielefeld-Sennestadt die erste Zeitprüfung: 50 Meter Strecke, Sollzeit 10 Sekunden, Schlauchprüfung.

Die Streckenführung ist gut angelegt, verläuft meist über gut ausgebaute kleine Straßen und Wirtschaftswege zwischen den Siedlungen und Weilern im Großraum Bielefeld; gelegentlich einige kurze Abschnitte auf Bundes-, Kreis- oder Landstraßen. Am gesamten Tag ist für die Kategorien „Sport“ und „Tourensport“ ein Schnitt von 36 km/h gefordert. Die „Touristen“ sind mit 30 km/h unterwegs. Die Zeiten für die Orientierungsetappen sind so bemessen, dass auch schwächer motorisierte Fahrzeuge nicht in Bedrängnis kommen, vorausgesetzt, man navigiert fehlerfrei und fährt auf der Idealstrecke. Rasen ist auf jeden Fall unnötig!

Die Gleichmäßigkeitsprüfungen draußen in der Feldflur mit mehreren, auf einer längeren Strecke nacheinander angeordneten Lichtschranken stellen eine interessante Aufgabenstellung dar, werden allerdings – wie spätere Diskussionen zeigen – in der konkreten Handhabung von einigen Teams recht unterschiedlich angegangen und sind daher ursächlich für Fehlerpunkte. Die Orientierung in der Vormittagsetappe erfordert keine überdurchschnittlichen Kenntnisse, ist insoweit wenig anspruchsvoll.
Die Mittagspause im „Gastlichen Dorf“ in Delbrück-Sudhagen ist ausgezeichnet. Wenn hier wie auch später am Ziel Vorzeit eingeräumt worden wäre, hätte das Zeitbudget zur Abwicklung der Veranstaltung einmal mehr gestrafft werden können. Nachmittagsetappe gestaltet sich in Teilen anspruchsvoller. In die Orientierungsaufgaben eingebaute Überlappungen führen später zu kurzen Diskussionen zwischen Teams und Veranstalter; die unterschiedlichen Interpretationen werden ohne Probleme ausgeräumt und positiv zugunsten der Teilnehmer entschieden. Die Kaffeepause ist wohl einem Sponsor geschuldet, ansonsten wäre sie entbehrlich und könnte ebenfalls zu einer deutlichen Straffung des Gesamtablaufs beitragen. Hier findet dann auch die letzte GLP wieder als Schlauchprüfung vor Publikum statt.
Die abendliche Organisation ist gut; schade und bedauerlich für den Veranstalter, dass so viele Teams lange vor der Siegerehrung bereits abgereist sind. Die lässt allerdings wieder auf sich warten. Und bevor die Ergebnislisten zum ersten Mal ausgehängt werden, verkündet der Veranstalter – und dies ist, wie viele Teilnehmer bestätigen, wohl ein ziemlich einmaliger Vorgang – mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass dies noch nicht verbindlich, mithin auch inoffiziell sei, per Durchsage die drei Erstplatzierten der jeweiligen Gruppe! Dies dürfte wohl auch allen bekannten Regularien zuwiderlaufen und bleibt hoffentlich ein einmaliger Fall.

Fazit: Traditionell sehr gute Veranstaltung, ausgezeichnetes Kartenmaterial, faire
Aufgabenstellungen, gut handhabbare Zeitbudgets. Die Veranstaltung ist sehr empfehlenswert.

Autoren dieses Berichtes: Dr. Rolf Tiggemann und Max Kirschbaum

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1 Gedanke zu “Int. Westfalen-Lippe-Fahrt ´Klassik`”

  1. Ulrich Ilemann sagte:

    Ich kann diese Einschätzung für den touristischen Teil nur bestätigen. Sehr faire und gute Veranstaltung mit guten Sollzeitprüfungen.

    Bei der sehr späten Siegerehrung sehe ich ebenfalls Verbesserungspotenzial. Es sollte möglich sein, die Ergebnislisten erheblich früher fertig zu haben und entsprechend früher die Siegerehrung durchzuführen. Das würde glaube ich auch dazu führen, dass weniger Teilnehmer frühzeitig abreisen.

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