Oldtimer-Rallye „Rund um Schalksmühle“

17. Oldtimer Rallye „Rund um Schalksmühle“ 04.09.2010 (CRP)

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Touristik“

Gute Orientierungsunterlagen, überwiegend Chinesenzeichen, oft mit ergänzenden graphischen Informationen, dazwischen eingestreute Kartenausschnitte. GLP´s in Ordnung, allerdings für schwächer motorisierte Fahrzeuge nicht oder nur mit Problemen zu bewältigen. Fragen entlang der Strecke zu beantworten: bei der Qualität der Anforderungen (stumme und besetzte Kontrollen) völlig überflüssig, da wieder das leidige Problem der fehlenden Eindeutigkeit in den Fragestellungen bzw. der erwarteten Antworten das ganze zum Glücksspiel machte. Lässt man diese allerdings gravierenden Schwächen außen vor:
Veranstaltung empfehlenswert.

18. Oldtimer Rallye „Rund um Schalksmühle“ 03.09.2011

Teilnahme an der folgenden Veranstaltung in der Kategorie „Tourensport“

Charakter: Orientierungsfahrt nach Chinesenzeichen und farbigen Kartenausschnitten 1:25.000 bzw. 1:50.000) mit rot eingedruckten Streckenteilen und Gleichmäßigkeitsprüfungen (GLP). Daneben Zeit- und Durchgangskontrollen, als Orientierungskontrollen sind Orts-, Weiler- und Ziffernschilder („Baumaffen“) aufzuschreiben. Angenehm: Schnitt 25 km/h. 17 Teilnehmer im tourensportlichen Bereich verteilen sich auf vier bzw. fünf Baualterklassen.

Leider ergeben sich bei zu vielen Navigationsaufgaben Interpretationszweifel, die allerdings mit den Verantwortlichen des Veranstalters nicht zu diskutieren sind (Man zieht sich auf jahrzehntelang praktizierte Usancen zurück!). Auffällig ist hingegen die überdurchschnittlich hohe Strafpunktzahl bei deutlich mehr als der Hälfte der Teilnehmer in der Kategorie „Tourensport“. Die GLP´s sind ohne Probleme zu bewältigen, vorausgesetzt, man versteht auf Anhieb die Konkretisierung der Aufgabenstellung bei der ersten GLP!

Fazit: Zu viele Unklarheiten in den Navigationsaufgaben führen in Verbindung mit einer fragwürdigen Kumulierung von Fehler-Strafpunkten zu einer sehr zurückhaltenden Wertung, die erst nach Revidierung der Fehlerquellen bei der nächsten Veranstaltung zu einer positiven Würdigung führen kann.

 – Das Fazit gilt ebenso für die Kategorie „Touristik“

Autor dieser Berichte: Dr. Rolf Tiggemann

19.ADAC- Oldtimer-Rallye „Rund um Schalksmühle“ – 08. 09. 2012

Unser Oldtimer-Kollege Ulrich Ilemann hat an der Rallye „Rund um Schalksmühle“  in der Wertungsgruppe „Touristisch“ teilgenommen und der Redaktion „Classic Automobilsport“ die folgende Veranstaltungsbeschreibung und -bewertung übermittelt.

„Die bei der ´19. ADAC-Oldtimer-Rallye Rund um Schalksmühle´ in der Wertungsgruppe `Touristik“ geforderten Aufgaben erfüllten im besten Sinne des Wortes alle an eine solche Veranstaltung anzulegenden Kriterien. Sie wird daher auch zu Recht als Wertungslauf  für drei Serien geführt (ADAC Classic Revival Pokal für Automobile/ADAC Oldtimer-Cup Westfalen-Lippe 2012/Oldtimer-ORI-Cup Nord-West 2012.

Um es vorweg zu nehmen: bis auf einige noch zu verbessernde Dinge eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung.

Fangen wir gleich mit dem wichtigsten Schwachpunkt, dem Bordbuch an. Es war als Loseblattsammlung angelegt. Was es zu einem chaotischen Bordbuch machte, war die Tatsache, dass es nicht Seite für Seite von vorn nach hinten abgearbeitet werden konnte. Vielmehr musste die jeweils richtige Seite für  die einzelnen Fahrtabschnitte und die damit verbundenen Aufgaben gesucht werden. Zum Beispiel wurde auf Seite zwei (von neun) die   Gleichmäßigkeitsprüfung 2 (GLP) aufgeführt; gefahren wurde sie allerdings erst am Nachmittag. Gleiches galt für die an gleicher Stelle beschriebene Aufgabenstellung. Diese Form der Darstellung war sicherlich gewollt, führte allerdings zu einer gewissen Verwirrung.

Das Kartenmaterial war sauber in schwarz-weiss reproduziert; die durchgehend in „rot“ eingetragene Fahrtstrecke war zweifelsfrei zu lesen und damit gut zu fahren.

Die Durchführungsbestimmungen waren umfassend und präzise formuliert und auch für Anfänger gut zu handhaben.

Die Strecke führte durch landschaftlich reizvolle Bereiche des Sauerlandes zwischenSchalksmühle und Olpe überwiegend auf gut ausgebauten Land- und Kreisstraßen sowie kleineren, oft auch sehr schmalen Verbindungstraßen zwischen den ländlichen Ortschaften. Die vorgegebenen Zeitbudgets waren auch für schwächer motorisierte Fahrzeuge gut zu schaffen.

Zur Kontrolle der sog. Idealstrecke waren seitens des Veranstalters neben besetzten Stempelkontrollen die traditionellen „stummen Kontrollen“ („Baumaffen“) gut sichtbar platziert. Des Weiteren waren Selbststempelkontrollen (SSK) ebenfalls gut sichtbar an der Strecke aufgebaut. Als Schwachpunkt ist von unserer Seite zu werten, dass neben diesen Kontrollen noch Buchstaben auf den sog. Weilerschildern (Zeichen 385 StVO) sowie den Ortseingangsschildern (Zeichen 310 StVO) zu notieren waren. Die dadurch geforderte sehr hohe Aufmerksamkeit des Fahrers kann durchaus einmal vom Geschehen im Straßenverkehr ablenken und zu kritischen Situationen führen.

Fragen, wie sie in den zurückliegenden Jahren entlang der Strecke zu beantworten waren, fehlten. Hier dürfte die anhaltende Kritik von Teilnehmern wirksam geworden sein. Die entsprechende Reaktion des Veranstalters ist positiv zu bewerten.

Die Organisation war nahezu perfekt, das hervorragende Abendessen wurde pünktlich angeboten, die Ergebnislisten zeitnah ausgehängt, die Siegerehrung fand pünktlich statt. Ein Beispiel dafür, dass es geht – somit ein Kompliment an den Veranstalter.

Unser Fazit: die Veranstaltung ist in der diesjährigen Form empfehlenswert; wenn die beiden Kritikpunkte (Bordbuch und Weiler-/Ortseingangs-Schilder) abgestellt bzw. verbessert werden, dann sogar sehr empfehlenswert.

– Ulrich Ilemann

Die folgende Veranstaltungsbeschreibung und -bewertung gründet sich auf die Teilnahme von zwei Teams in der Wertungsgruppe „Tourensport“.

Die 19. Auflage „Rund um Schalksmühle“ lässt durchaus das Prädikat „Traditionsveranstaltung“ zu, wenngleich es hinsichtlich der Qualität in den zurückliegenden Jahren nicht selten erhebliche Kritik gegeben hatte. Umso höher war die Erwartungshaltung insbesondere bei all denen, die seit vielen Jahren hier mitfahren.

Die Ausschreibung weist die Veranstaltung als Wertungslauf zum „ADAC Oldtimer-Cup Westfalen-Lippe 2012“, zum „ADAC Classic Revival Pokal 2012“ sowie zum „ADAC-Oldtimer-Ori-Cup Nord-West 2012“ aus. Als Wertungsgruppen werden die Gruppe B 2 als Tourensportliche sowie  B 3 als Touristische Oldtimerfahrt ausgewiesen.
Die Fahrt wird in zwei Etappen mit jeweils mehreren Fahrtabschnitten unterteilt; die Durchgangszeiten am Beginn und Ende einer Etappe bzw. eines Fahrtabschnitts werden durch Zeitkontrollen im Bordbuch protokolliert. Die Streckenlänge ist mit 150 km angegeben.
Zu Aufgabenstellung bzw. Fahrtaufträgen wird in der Ausschreibung festgehalten:
„Orientierungsfahrt nach Chinesenzeichen und Kartenausschnitten in den Maßstäben 1 : 25.000/1 : 50.000, mit rot eingedruckten Streckenführungen für die Gruppe B 3 bzw. nach Streckenteilen (Pfeile, Striche, Punkte) für die Gruppe B 2 sowie Gleichmäßigkeitsprüfungen.“
Der Abschnitt „11. (Kontrollen)“ der Ausschreibung zeigt auch bei diesem Veranstalter einmal mehr die fehlende Sorgfalt in der Ausformulierung des Ausschreibungstextes. Als Kontrollen werden Zeit-, Durchfahrts- und Sichtkontrollen (ZK, DK, SK) mit Zeit- bzw. Stempeleintrag in die Bordkarte  angegeben. Daneben sind stumme Kontrollen (OK) angegeben. Dazu dienen Ortseingangs-, Weiler- und Ziffernschilder (sog. „Baumaffen“). Schließlich sollen noch  Fragen, die sich auf örtliche Gegebenheiten beziehen, beantwortet werden. Auf diese Form der Aufgabenstellung hat der Veranstalter vor dem Hintergrund der Erfahrungen vergangener Jahre zu Recht verzichtet. Die später in den Durchführungsbestimmungen zusätzlich aufgeführten Selbst-Stempelung-Kontrollen (SSK) sind demgegenüber hier noch nicht genannt.
Zwischenfazit: den Ausschreibungstext an die tatsächlichen Anforderungen textlich anpassen!

Die bereits vor der Veranstaltung im Internet veröffentlichte Teilnehmerliste weist insgesamt 59 Teilnehmer aus, davon 18 im Tourensport und 30 in der Wertungsgruppe Touristik. Weitere 11 Teilnehmer finden sich später unter dem Titel „1. Touristische Oldtimerausfahrt“ in der Ergebnisliste.
Die mit den Fahrtunterlagen ausgegebenen Durchführungsbestimmungen präzisieren auf vier Seiten und einer Anhangseite alle wichtigen Angaben, insbesondere die zu den Fahrtaufträgen, den GLP´s und den Kontrollen und differenziert nach den beiden Wertungsgruppen. Sehr hilfreich und beispielgebend auch für andere Veranstalter sind die für noch nicht so erfahrene Teilnehmer im Anhang zusammengestellten Zeichenerklärungen, Beispiele und Anmerkungen.

Das mit Spannung erwartete Bordbuch gibt es (in zwei getrennten Teilen für die Vor- und Nachmittagsetappe) 15 Minuten (bzw. 10 beim Re-Start) vor der individuellen Startzeit. Die grundsätzliche Besonderheit dieses Bordbuchs besteht darin, dass es nicht fortlaufend zu lesen ist; vielmehr „springen“ die Fahrtaufträge zwischen den Seiten hin und her. Die jeweiligen Anweisungen, wo es nach Abarbeitung eines Aufgabenteils weiter geht, sind zwar klar und unmißverständlich formuliert; gleichwohl muß kontinuierlich im Wesentlichen immer auf mehreren Blättern gearbeitet werden – dies erfordert eine erhöhte Aufmerksamkeit des Nutzers. Wenn diese – nicht einmal so ungewöhnliche –  Art des Aufbaus des Bordbuchs vom Veranstalter gewissermaßen als Bestandteil der Gesamtaufgabe verstanden worden ist, dann ist das Ergebnis durchaus als gelungen zu bezeichnen, gleichwohl gewöhnungsbedürftig.

Das Bordbuch ist auf stärkerem Karton gedruckt, von daher recht gut zu handhaben; die Fahrtaufträge und -strecke sind in einer Kombination aus Kartenausschnitten, die überwiegen, und in drei Bereichen mittels Chinesenzeichen dargestellt. Im Kopf der Seiten sind die jeweilige Etappe mit Gesamtkilometer, der erlaubte Zeitbedarf sowie die geforderte Durchschnittsgeschwindigkeit angegeben. Die Chinesenzeichen sind laufend durchnummeriert und weisen in jedem Feld  die Detail- und Gesamtkilometerangaben aus. In einer Spalte „Information“ sind ergänzende Angaben enthalten, so dass das Fahren ohne Probleme möglich ist.
Die Kartenausschnitte sind sehr gut in schwarz-weiss reproduziert, haben überwiegend den Maßstab 1 : 25.000. Die beiden GLP´s sind gesondert in 1 : 50.000 mit durchgehend in „rot“ eingedruckter Streckenführung dargestellt. Sie sind (GLP 1) 6,8 bzw. (GLP 2) 18,8 km lang und in 11:20 bzw. 31:20 Min. zu fahren. Da die Streckenführung über gut ausgebaute Land-/Kreisstraßen verläuft, ist die Zeitvorgabe auch mit schwächer motorisierten Fahrzeugen ohne Probleme zu bewältigen.
Im Übrigen sind die Fahrtaufgaben (Orientierung) sehr gut lesbar in „rot“ mit Strichen und Pfeilen eingedruckt, durchnummeriert und jeweils gesondert in einem Textkasten interpretationsfrei erläutert. Im Regelfall ist die kürzeste Gesamtstrecke gefordert. Die landschaftlich reizvolle Strecke ist auf durchweg gut ausgebauten Straßen ausgezeichnet zu befahren; viele Teilnehmer können aufgrund des Zeitbudgets im Bereich der Listertalsperre an der DK 2 sogar noch eine ausgiebige Kaffeepause einlegen.
Nach der zeitlich ausreichend dimensionierten Mittagspause im „Verkehrs-Sicherheits-Zentrum“ in Olpe-Griesemert und Ausgabe des zweiten Bordbuchteils sind die Fahrtaufträge der 2. Etappe denen des Vormittags vergleichbar ausgestaltet. Die Spitze des Teilnehmerfeldes erreicht planmässig gegen 16.00 Uhr das Ziel. Das angekündigte Kaffeetrinken mit frisch gebackenen Waffeln wird von den Teilnehmern traditionell als angenehm empfundene Geste des Veranstalters für die Mühen des Tages angesehen.
Im Hotel Mercure in Lüdenscheid schließen, wie im Zeitplan des Veranstalters vorgesehen, das Abendessen, ein zeitnaher Aushang der Ergebnislisten und die anschließende Siegerehrung den Rallye-Tag ab.

Unser Fazit: Wer „Rund um Schalksmühle“ bereits seit mehreren Jahren kennt, kommt nicht umhin, der Veranstaltung eine erhebliche qualitative Verbesserung zu attestieren.
Die im ausgezeichnet reproduziertn Kartenmaterial sauber und interpretationsfrei eingetragenen Fahrtaufträge entsprechen nach Art und Umfang den Anforderungen an einen anspruchsvollen Wertungslauf zu den genannten Serien. Interpretiert man die Anlage des Bordbuchs bereits als Bestandteil der Gesamtaufgabe, ist die Methode nachvollziehbar und zu akzeptieren. Ansonsten wäre eine gewisse „Vereinfachung“ zu begrüssen. Auch eine teilweise Reduzierung der OK´s zugunsten einer Erhöhung der Anzahl der GLP´s ist anzuraten. Der organisatorische Rahmen ließ nichts zu wünschen übrig. 

Unter Berücksichtigung der beiden kritischen Anmerkungen ist die Veranstaltung sehr empfehlenswert.

Und hier die Ergebnisse Gesamt (Klasse):

Wertungsgruppe Tourensport (18 Teilnehmer in Wertung)

1. (1.) Hans-Jürgen und Max Kirschbaum (Bochum), BMW 700 A LSL,Bj. 1965.
2. (1.) Hans-Joachim Helms/Karl-Gustav Sander (Dortmund), Jaguar MK 2, Bj. 1960.
3. (2.) Dr. Rolf Tiggemann (Bochum)/Michael Leyhe (Sprockhövel), Mercedes-Benz 179 S-D, Bj. 1953.

Wertungsgruppe Touristik (32 Teilnehmer in Wertung)

1. (1.) Regina Albers/Manfred Kolbe (Hamburg), VW K 70 L, Bj. 1972.
2. (1.) Joachim Böttcher(Stuhr)/Günter Rudweleit (Klosterseelte), NSU TT, Bj. 1969.
3. (1.) Lars und Michaele Maaßen (Weilerswist), Maserati 222, Bj. 1987.

Ein Sonderpokal für den besten Mercedes im Teilnehmerfeld wurde von der Fa. Mercedes Jürgens (Lüdenscheid) gestiftet und ging an das Team Dr. Rolf Tiggemann/Michael Leyhe.

Alle Ergebnisse der Veranstaltung finden Sie im Internet unteroc.schalksmuehle@t-online.de

 

-Dr. Rolf Tiggemann

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